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Wir sind auf der Südback 2013

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Sonntag, 20. Oktober von 10.00 – 14.00 Uhr Lutz Geißler:
„Das Brot Back Buch“, Grundlagen & Rezepte für ursprüngliches Brot, erschienen im Ulmer Verlag.
Herr Geissler hat mit seinem „Ploetzblog“ eine große Fangemeinde hinter sich vereinigt und bringt somit das Thema Brot mit viel Fachwissen und Enthusiasmus an den Verbraucher.

Montag, 21. Oktober von 10.00 – 14.00 Uhr Günther Weber:
„Gut Brot will Weile haben“, Der Bäcker vom Lorettohof und seine besten Rezepte, erschienen im Hädecke Verlag.
Bäckermeister Weber wird aus seinem Buch lesen: ab 11.30 Uhr

Wir möchten mit allen Bäckern die Interesse am traditionellen backen haben näher ins Gespräch kommen.

Abschlußveranstaltung der Aktion: SAAT GUT BROT. Traditionelle Handwerksbäcker spenden 40.000 € an den Saatgutfonds

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Passend zum Erntedankfest wird die Spende am Samstag, den 5. Oktober im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung auf dem Kampfelder Hof (Region Hannover) an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft übergeben.
Bärbel Baxmann, Inhaberin der Bäckerei und des Hofladens auf dem Kampfelder Hof, fasst das Resümee der beteiligten Bäcker und Bäckerinnen zusammen: „Die Kunden, die wissen welche Bedeutung das Thema Saatgut für unsere Ernährung hat, waren davon begeistert, dass wir es aufgreifen und uns aktiv für ökologisch gezüchtetes Saatgut engagieren.“
Das SAAT GUT BROT. von Bäckermeister Dirk Weber aus Sachsenberg im hessischen Kreis Waldeck, in dessen Betrieb die Auftaktveranstaltung für die Aktion stattfand, fand so reißenden Absatz, dass dabei allein knapp 3.000 € zusammen kamen. „Ich werde das Brot aus den alten Getreidesorten und den neuen, biologisch gezüchteten Sorten auf jeden Fall weiter backen. Bäcker und Kunden müssten viel mehr darüber wissen, wie wichtig eine Saatgutzüchtung ist, die dem Wohle aller dient und die auf dem respektvollen Umgang mit unserer Natur basiert.“ Dirk Weber weiter: „Dabei ist es für uns Handwerksbäcker so einfach an der Slow Food Strategie ‚Essen was man retten will‘ mitzuwirken. Durch die Nutzung regional angepasster, fruchtbarer Sorten schützen wir die Artenvielfalt unserer Pflanzen. Mit unserem Know-how als traditionelle Handwerksbäcker können wir aus diesen wundervollen Sorten die leckersten Brote backen, die einzigartig sind. Wir alle – als Bauern, Müller, Bäcker, Händler und als Konsumenten – müssen uns mehr Gedanken über unsere Nahrung machen. Dafür braucht man Information, auch dafür haben wir die Aktion gemacht“

Ankündigung der Aktionswoche SAAT GUT BROT. vom 23. – 29. September 2013

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In den Bäckereien wird in dieser Woche ein Brot mit dem Namen SAAT GUT BROT. gebacken. Das Saatgut für das Getreide dafür stammt aus biologischer Züchtung oder das Brot wird aus alten Getreidesorten gebacken. Den gesamten Betrag für dieses besondere Brot zahlen die Kunden dafür direkt in die Spendendose, wer mag spendet darüber hinaus.

Saatgut ist ein Kulturgut. Es steht am Anfang der Nahrungsmittelerzeugung und ist Teil unserer Lebensgrundlage. Es als solches zu bewahren und weiter zu entwickeln ist die Motivation für die Arbeit der Züchterinnen und Züchter, denen die Spende zu Gute kommt. Der Saatgutfonds unterstützt die Arbeit der Menschen, die ökologisches, entwicklungs-, vermehrungs- und fortpflanzungsfähiges Saatgut für unser Getreide und damit unser Brot züchten.

Konventionelle Züchtungsunternehmen setzen zunehmend auf eine Technik, die eine Wiederaussaat oder züchterische Weiterentwicklung der Sorten verunmöglicht. Aus rein finanziellen Interessen werden so Abhängigkeiten von einer unserer ureigenen Lebensgrundlagen geschaffen. Dies verschärft die ungleiche Verteilung von Ressourcen und führt zu unabsehbaren Risiken für die Ernährungssicherheit.

Umso wichtiger ist es, die wenigen auf das Gemeinwohl ausgerichteten Züchtungsinitiativen mit Wort & Tat zu unterstützen. Der Einkauf von Brot und Backwaren aus biologisch gezüchteten Getreidesorten fördert die Vielfalt auf dem Acker vor unserer Haustür.

Weiter unten stehend finden Sie die Liste der teilnehmenden Betriebe. Die einzelnen Filialen entnehmen Sie bitte den Web-Seiten der Bäckereien.

 

Ankündigung unserer Herbstaktion „SAAT-GUT-BROT“

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WARUM die Aktion?

Die bei der Aktion gespendeten Beträge kommen direkt der biologischen Züchtungsforschung und Sortenentwicklung zu Gute. Mittelbar dient die Spendenaktion der Förderung unserer Strukturen innerhalb der Wertschöpfungskette Getreide und damit der Zukunft unserer Handwerksbetriebe. Wir brauchen eine Pflanzenzüchtung, die dem Wohlergehen der Menschen und der Natur dient. Sie soll uns Rohstoffe in einer Nahrungsqualität an die Hand geben, die es uns ermöglicht daraus Brote und Gebäck als ‚Mittel zum Leben‘ herstellen zu können.  

Am Anfang der Nahrungsmittelerzeugung steht das Saatgut. Die Kontrolle über unser Saatgut bedeutet die Kontrolle über unsere Lebensmittel, unsere Freiheit und damit über unser Leben. Was wir zukünftig verarbeiten und unseren Kunden auftischen liegt mit in unserer Verantwortung. Grundlage dafür ist das Wissen über unseren wichtigsten Rohstoff – das Getreide. Welche Sorten verarbeiten wir, wie wurde das Saatgut erzeugt und woher stammt es? An wen fließen die Lizenzen die wir indirekt bezahlen, wenn wir Getreidesorten einkaufen, die ursprünglich für die konventionelle Landwirtschaft gezüchtet wurden?

Die Art und Weise der Saatgutzüchtung hat unmittelbare Auswirkungen auf die biologische Vielfalt unserer Pflanzen. Sie entscheidet darüber, ob die Artenvielfalt bewahrt und gefördert wird oder weitere Arten unwiderruflich verschwinden und wir damit unabsehbaren Risiken ausgesetzt sind. Von ursprünglich über 7000 Pflanzenarten, die für die menschliche Ernährung kultiviert und durch Zucht verbessert wurden, liefern heute weltweit nur noch 15 Pflanzenarten und 8 Tierarten rund     90 % der menschlichen Nahrung. 10 Unternehmen dominieren mit Hilfe von Patenten, Gentechnik und Hybriden rund 75 % des kommerziellen, weltweiten Saatgutmarktes.Die Züchtungsziele sind ausgerichtet an der industrialisierten, energieintensiven Landwirtschaft. Auf die natürlichen Ressourcen, Umweltbedingungen und regionalen Besonderheiten wird dabei keine Rücksicht genommen.

Was wir brauchen ist Saatgut, das vielfältig, regional angepasst, gesund und fruchtbar ist – für den Anbau von Getreide, das ohne den Einsatz chemisch-synthetischer Spritzmittel und Kunstdünger gedeiht und die Bauern, und damit auch uns, nicht in Abhängigkeiten zwängt. Saatgut ist ein Kulturgut und seine Bedeutung geht weit über die Funktion des reinen Produktionsmittels hinaus. Die ökologische Pflanzenzüchtung beruht auf dem Respekt vor dem Leben und dem Wissen um die Kreisläufe der Natur. Auch unter dem Aspekt einer gentechnikfreien Landwirtschaft kann die Bedeutung einer unabhängigen, ökologischen Züchtung nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Züchtungsforschung und Sortenentwicklung sind langwierige und arbeitsintensive Prozesse. Dafür haben bisher bio-dynamische Getreide-Züchter und Züchterinnen wichtige Pionierarbeit geleistet. Für die anstehenden Aufgaben braucht die ökologische Züchtung finanzielle und mediale Unterstützung. Deshalb bereiten wir für den Herbst 2013 die Aktion ‚SAAT-GUT-BROT‘ zu Gunsten des ‚Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft‘ (www.saatgutfonds.de) vor.  Die Gesamtspende als Ergebnis der gemeinschaftlichen Aktion, kommt direkt dem Bereich ‚Getreidezüchtung‘ des Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft zu Gute.

WIE soll die Aktion praktisch umgesetzt werden?

Aktionszeitraum – vom 23. bis 29. September 2013

Das Aktionsbrot

Alle teilnehmenden Bäckereien backen ein besonderes Brot, das in der Aktionswoche unter dem Namen ‚SAAT-GUT-BROT‘ verkauft wird. Es sollte ein Brot sein, das es sonst so nicht im Sortiment gibt. Es kann eine bereits vorhandene Rezeptur zum Einsatz kommen, dann sollte allerdings eine andere Form/Größe des Brotes gewählt werden. Empfehlenswert wäre ein Aktions-Brot aus biologisch gezüchteten Getreidesorten zu backen. Falls dies nicht umsetzbar ist, sollte zumindest eine alte Sorte wie Emmer, Einkorn, Dinkel, Waldstaudenroggen, … gewählt werden.

Die Planung und praktische Vorbereitung der Aktion übernimmt der Verein Die Bäcker. Zeit für Geschmack e.V. Für die Durchführung der Aktion bieten wir allen Betrieben (kostenlos) unsere Unterstützung an, senden eine Rezeptur zu oder stehen für Fragen telefonisch zur Verfügung.

Kommunikationsmittel

Wir erstellen für die Aktion einen Flyer und ein A3-Plakat. Diese werden zentral gedruckt und wir senden den Betrieben die bestellte Anzahl an Flyern und Plakaten zusammen mit den Spendendosen zu. Werden von einzelnen Betrieben größere Plakatformate gewünscht versenden wir dafür rechtzeitig eine Druckvorlage.

Spenden

Für das Brot wird von den einzelnen Betrieben ein Mindestpreis als Spendenbetrag bestimmt. Die Kunden können aber freiwillig, nach eigenem Ermessen einen größeren Betrag für das Aktions-Brot bezahlen. Der Gesamtbetrag für das ‚SAAT-GUT-BROT‘ wird von den Kunden selbst direkt in die Spendendose eingezahlt. Am 29. September wird der Inhalt der Spendendosen in den einzelnen Betrieben gezählt und bei der Hausbank mit einem Überweisungsvordruck der GLS Bank auf ein Sonderkonto mit einem zuvor bekannt gegebenen Stichwort eingezahlt. Die ermittelte Gesamtsumme aller Betriebe wird zum Erntedankfest im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Aktion mit einem symbolischen Scheck an den Saatgutfond der Zukunftsstiftung Landwirtschaft übergeben.

Teilnahme an der Aktion

Bei Interesse, sich an der Aktion ‚SAAT-GUT-BROT‘ im September 2013 zu beteiligen, bitten wir Sie sich per mail bei uns zu melden.

Fachtagung: Perspektiven des nachhaltigen Bäckerhandwerks – vom Saatgut bis zur Ladentheke

Anhand exemplarischer Themen aus den verschiedenen Prozessbereichen der Backwarenherstellung und Vermarktung werden Perspektiven nachhaltigen Handelns vorgestellt. Ein Kernbereich ist dabei die ‚Qualität‘ unserer Backwaren. Kaum ein Begriff wird so häufig verwendet und führt gleichzeitig so oft zu Missverständnissen! Um die ‚Qualität‘ zu bewerten soll zunächst bestimmt werden anhand welcher Kriterien sich diese bemisst. Erst dann kann es gelingen, sich sachgerecht über die Qualität von Brot und Backwaren zu unterhalten und letztendlich Wertmaßstäbe für das Bäckerhandwerk zu entwickeln.

Um die Handlungsorientierung der Tagung zu gewährleisten lautet das Motto ‚B2B‘ – wobei hier ‚business-to-business‘ konkret ‚von Bäckern für Bäcker‘ bedeutet! Kollegen aus der Praxis werden gemeinsam mit den Fachreferenten die Workshops der Tagung gestalten.

Nachstehend die Themen und die Anmeldeunterlagen zur Übersicht…..

Bei Interesse rufen Sie bitte die Anmeldeunterlagen als PDF in der Geschäftsstelle des Vereins ab.

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